Taufe

Endlich ist es da – nach Monaten des Wartens, der Vorfreude und der Vorbereitung. Ein ganz kleines Menschenkind, an dem schon alles dran ist: Nase, Zehen und winzige Fingernägel. Die meisten Eltern spüren angesichts dieses Wunders eine große Dankbarkeit. Es ist für sie nicht selbstverständlich, dass ihre Tochter oder ihr Sohn lebt und gesund ist. Gleichzeitig ahnen sie die große Verantwortung, die auf sie zukommt: Sie werden das Kind versorgen, nach ihren Kräften vor Schaden behüten, ihm Werte vermitteln und es aufs Leben vorbereiten.

Vielen spricht der tiefe Wunsch aus dem Herzen: „Dies Kind soll unversehrt bleiben.“ Sie wünschen sich einen Schutz für das Neugeborene, den sie selbst nicht gewährleisten können. Viele wünschen sich auch, ihren Glauben an Jesus Christus, der sie selbst im Leben trägt, ihrem Kind weiterzugeben.

Die Taufe ist in erster Linie die Zusage der Liebe und des Segens Gottes. Mit dem Akt der Taufe wird der Täufling auch in die Gemeinschaft der Christinnen und Christen aufgenommen.

Häufig gestellte Fragen

Die Antworten beziehen sich auf die Praxis der Kirchengemeinde St. Katharina.

Wann findet die Taufe statt?

In St. Katharina feiern wir einmal im Monat im Anschluss an den Hauptgottesdienst (10.45 Uhr) Taufgottesdienst. Die Termine dazu entnehmen Sie bitte den Gottesdiensten oder erfragen Sie im Pfarramt.

Wie kann ich mein Kind zur Taufe anmelden?

Wenn Sie sich einen Tauftermin ausgesucht haben, melden Sie sich im Pfarramt und erfragen, ob dieser Termin noch frei ist. Manchmal kann es sein, dass bis zu drei Familien an einem Termin die Taufe Ihrer Kinder feiern. Im Pfarramt werden erste Kontaktdaten aufgenommen und der Pfarrerin gemeldet. Diese meldet sich telefonisch bei Ihnen und vereinbart einen Termin für ein Taufgespräch, in dem u.a. über die Bedeutung der Taufe, den Ablauf der Taufe und mögliche Taufsprüche gesprochen wird.

Welche Unterlagen werden für die Taufe benötigt?

Die Paten benötigen eine Patenbescheinigung (vom Pfarramt am Wohnort der Paten) über die Berechtigung zum Patenamt. Wenn Sie als Eltern ein Familienstammbuch haben, bringen Sie es bitte zum Taufgespräch mit. Auf jeden Fall müssen Sie die Geburtsurkunde des Kindes vorlegen.

Kostet die Taufe etwas?

Nein, bei uns werden keine Taufgebühren verlangt.

Wie sieht es mit dem Blumenschmuck aus?

Sollte Blumenschmuck am Altar und Taufstein gewünscht werden, sind hierfür die Eltern zuständig. Für die Größe des Altargesteckes gibt es keine Vorgaben. Die Länge des Gebindes auf dem Taufstein beträgt 180 cm, der Kranz ist NICHT geschlossen, sondern am Ende offen gehalten, da an diese Stelle die Taufkerze(n) platziert werden. Die Höhe der Kosten hängt am Aufwand des Blumenschmucks. Bei mehreren Tauffamilien können die Kosten aufgeteilt werden. Der Blumenschmuck muss bis Sonntag 9 Uhr in der Kirche abgegeben sein. Er verbleibt in der Regel im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche.

Alles rund ums Patenamt


Aufgaben

Der Pate oder die Patin übernimmt im Auftrag Gottes und der Kirche eine Mitverantwortung für das Patenkind. Die Patin oder der Pate versprechen in der Tauffeier, gemeinsam mit den Eltern dem Kind von seiner Taufe zu erzählen. Sie wollen sich bemühen, dem Kind zu einem eigenen Zugang zum christlichen Glauben zu verhelfen – zum Beispiel indem sie ihm von Jesus Christus erzählen, mit ihm beten und den christlichen Glauben vorleben.

Kirchenmitgliedschaft

Damit die Paten ihre Aufgaben glaubwürdig übernehmen können, müssen sie Mitglieder einer christlichen Kirche und bei der Taufe anwesend sein.

Zahl der Paten

In der Regel sollten es zwei Paten sein – es ist aber auch einer oder mehr als zwei möglich. Mindestens eine Patin oder ein Pate soll der Evangelischen Kirche angehören; Die weiteren können Mitglieder einer anderen christlichen Kirche sein (z.B. katholische Kirche oder Freikirche wie Baptisten, Methodisten).

Patenbescheinigung

Die Paten müssen ihre Kirchenmitgliedschaft mit einer Patenbescheinigung nachweisen. Mit der Patenbescheinigung bestätigt die Kirchengemeinde, in der die Paten wohnen, dass diese das Patenamt übernehmen dürfen. Evangelische Kirchenmitglieder erhalten die Patenbescheinigung bei der Pfarrerin oder dem Pfarrer Ihrer Gemeinde oder im jeweiligen Pfarramt. Da die katholische Kirche keine Patenbescheinigung kennt, erhalten Sie bei ihr eine Bescheinigung über die Kirchenzugehörigkeit.